
Die unterschiedlichen Regionen Costa Ricas
Costa Rica hat zwar nur die Grösse von Schleswig-Holstein aber eine ungeheuere Vielfalt an Flora und Fauna.
Man redet von sechs Regionen in Costa Rica:
Nördliches Bergland
Zur Region Nördliches Bergland und Tiefebene zählen die Kordilleren von Guanacaste und Tilarán die durch den Arenal-Stausee getrennt sind, sowie das Flachland von Guatuso, San Carlos und Sarapiquí / Chilamate, das sich bis zum Grenzgebiet nach Nicaragua ausdehnt. Die Cordillera Tilarán bildet die Kontinentalscheide Costa Ricas zwischen Atlantik und Pazifik. Zu den Hauptattraktionen der Region zählen der aktive Vulkan Arenal mit seinen spektakulären Lavaerruptionen sowie die Nebelwaldregion Monteverde.
Zentralregion
Die Meseta Central wird von einem Hochplateau gebildet das von drei Bergketten begrenzt wird. Hier liegen die Städte San José, Heredia, Alajuela, Cartago und Turrialba, auf ca. 2,560 km2 Landfläche leben ca. 2 Millionen Menschen, ca. 60% der costaricanischen Bevölkerung. Das vulkanische Hügelland erhebt sich bis auf 1250 m, das milde, gesunde Klima und die vulkanischen Böden machen die Zentralregion zum Hauptanbaugebiet für Kaffee und viele andere landwirtschaftliche Produkte.
Nordpazifik
Die Region Guanacaste bildet zusammen mit der Halbinsel Nicoya, an deren Küsten die bekanntesten Badeorte des Landes liegen, den Hauptteil der Nordpazifikregion. Die Vulkane Orosi, Rincon de la Vieja, Miravalles und Tenorio sind Bestandteil der Guanacaste Gebirgskette. Die Landschaft ist geprägt von Weideland und tropischem Trockenwald in dem in der Blütezeit von Dezember bis März viele Bäume ihr Laub abwerfen. Durch diese Tatsache wird in diesen Monaten die Tierbeobachtung erheblich vereinfacht.
Zentralpazifik
Südlich der Hafenstadt Puntarenas bis zur Ortschaft Quepos / Nationalpark Manuel Antonio erstreckt sich im Westen des Landes die Zentralpazifikregion, die den Übergang vom tropischen Trockenwald zum immergrünen Feucht- und Regenwald darstellt.
Südpazifik
Der Süden Costa Ricas ist noch wenig erschlossen, als Hauptanziehungspunkte gelten der Nationalpark Corcovado auf der Halbinsel Osa sowie die nördlich davon gelegene Drake Bay, der Chirripó Nationalpark und die Gegend um den Cerro de la Muerte, dem höchsten Paß der Interamericana. Die Natur in Küstennähe ist geprägt von Tieflandregenwäldern die bis dicht an die wilden Strände reichen und der Talamanca Bergkette mit dichten, unzugänglichen Bergregenwald bis zur Paramó Vegetation. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge in dieser Region beträgt bis zu 5000 mm.
Atlantik-Karibik
Ausgedehnte Flußsysteme und küstennahe Tieflandregenwälder sowie riesige Bananenplantagen prägen die Küste des nördlichen Teils bis zur Hafenstadt Puerto Limon. Hauptattraktion ist der Nationalpark Tortuguero mit seinen dicht bewachsenen Wasserwegen. Von Februar bis Juli findet hier die Eiablage der Lederschildkröten statt, zwischen Juli und Oktober sind die sogenannten „Suppenschildkröten" zu beobachten. Grundsätzlich sind die Strände der nördlichen Atlantikregion aufgrund starker Unterströmungen nicht zum Baden geeignet.
Die südliche Atlantikküste Costa Ricas ist noch verhältnismäßig wenig erschlossen, als touristisch wichtigste Orte sind Cahuita und Puerto Viejo zu nennen. Im Hinterland liegt die unzugängliche Talamanca Gebirgskette die der Region ihren Namen gab. Bis in die siebziger Jahre war dieses Gebiet nur von Bribri- und Cabecar Indianern sowie von Nachkommen englischsprechender schwarzer Einwanderer von den Karibikinseln bewohnt. Der Lebensrhythmus ist karibisch-locker, ein großer Teil der schwarzen Bevölkerung spricht Englisch und Spanisch